PAULINE räumt auf …

                                                … und macht Platz für Neues! 

Christoph_Uhl_Dipl.Psychologe_Berlin

© Privat

Denn das Frühjahr ist die Zeit des großen Aufräumens und Reinemachens. Während die Natur erwacht, werden Haus und Hof herausgeputzt.
Viele Menschen nutzen diese Zeit auch für einen „Hausputz“ ihres Geistes und ihrer Seele. Pauline hat den Berliner Familien-Therapeuten
und Business-Coach
CHRISTOPH UHL gefragt, … 

 

… was es damit auf sich hat und was man beachten sollte.

Pauline: Ist das wirklich so – können wir Menschen auch unserem Geist und unserer Seele einen Hausputz gönnen? 

Christoph Uhl: Ja, natürlich. Viele Menschen sind besonders im Frühjahr motiviert, alte Gewohnheiten zu hinterfragen, für Veränderungen zu sorgen und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Überholtes wird über Bord geworfen, Neues im Leben etabliert. Dieser „innere Hausputz“ ist selten das Ergebnis einer nüchternen Vernunftsentscheidung. Vielmehr schubst uns eine innere Kraft in diese Richtung – das empfinden wir dann als Aufbruchstimmung und frischen Tatendrang.  

Pauline: Ist das denn so einfach? Die guten Vorsätze zum neuen Jahr werden doch häufig auch nicht umgesetzt und verlaufen im Sande.  

Christoph Uhl: Im Grunde ist es schon einfach. Wir dürfen uns nur nicht zu viel vornehmen. So sinnvoll das Zurücklassen von Altem und das Erschaffen von Neuem auch sind: Es sind Veränderungen. Aber wir Menschen verändern uns gar nicht so gerne, halten tendentiell lieber an Gewohnheiten fest. Für den Organismus bedeutet jede Veränderung, sich etwas bislang Unbekanntes anzueignen. Und wie in allen anderen Lebensbereichen auch, lernen wir dann am besten, wenn wir behutsam, in nicht zu großen Schritten vorgehen. Hinzu kommt, unser Alltag ist in der Regel sehr komplex, da bleibt nicht viel Raum für Neuerungen. Doch wenn es gelingt, in kleinen Dosen Veränderungen umzusetzen, lernt auch das der Organismus und stellt sich dauerhaft auf moderate Veränderungen ein. Das macht uns langfristig flexibel, dynamisch und widerstandsfähiger.  

Pauline: Woher kommt denn dieses Phänomen? Wie kommt es, dass wir im Frühjahr einen Drang zur Erneuerung verspüren?  

Christoph Uhl: Um das zu verstehen, müssen wir uns noch ein anderes Phänomen anschauen: Das Frühjahr ist traditionell auch die Zeit des Fastens. Dieses Ritual spielt seit Jahrtausenden in allen Weltreligionen eine wichtige Rolle und dient dem Aufbau und der Regeneration der körperlichen sowie seelisch-geistigen Kräfte. Diese große Bedeutung des Fastens in der Menschheitsgeschichte ist ein Hinweis darauf, dass das Frühjahr beim Menschen allein aus biologischer Sicht eine eigenständige Funktion hat. Das zeigt sich auch in unserem Hormonhaushalt. Im Frühjahr führt die Zunahme an Sonnenlicht zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, also Glückshormonen. Sie steigern das Wohlbefinden, vertreiben Depressionen und Ängste und geben Kraft. Untersuchungen zeigen ferner, dass die zunehmende Außentemperatur, die Wärme, auch zu mehr Offenheit und Empathie führt. Wir können also davon ausgehen, dass nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch darauf ausgerichtet ist, besonders im Frühling für Befreiung von Last und Erneuerung zu sorgen.  

Pauline: Und wie gelingt der „innere Frühjahrsputz“?  

Christoph Uhl: Es geht um zwei Aspekte. Zum einen um das Entsorgen von Altem, Überholtem, Nutzlosem. Bevor ich mich an das Ausmisten mache, braucht es Klarheit darüber, was nutzlos geworden ist und warum. Zum Beispiel eine lästige Angewohnheit oder ein seit langem gärender, ungelöster Konflikt mit einem nahen Menschen. Der zweite Aspekt dreht sich um die Frage, was an die Stelle der alten Angewohnheit oder des Konflikts tritt. Das ist ein entscheidender Punkt in der Phase der Veränderung. Denn unser Unterbewusstsein braucht eine konkrete Vorstellung, eine Art Ersatz für das Alte, um sich darauf einstellen zu können.  

Pauline: Manchmal will ich aber nur, dass etwas nicht mehr da ist, zum Beispiel der Ärger mit meinem Partner.  

Christoph Uhl: Das stimmt nur auf den ersten Blick. Bei genauer Betrachtung sehen wir, was der Ärger mit unserem Partner bislang verhindert hat und was wäre, wenn der Ärger plötzlich weg wäre. Zum Beispiel mehr Humor, mehr Leichtigkeit, mehr entspannte Stunden. Genau damit kann ich mich dann beim „inneren Frühjahrsputz“ beschäftigen und auf die Spur kommen, was es brauchen würde, um den Ärger lösen zu können.  

Pauline: Sie sprachen davon, dass der „innere Hausputz“ häufig weniger eine nüchterne Entscheidung als eine Aufbruchstimmung sei. Wie kann ich dann wissen, was ich über Bord werfen soll?  

Christoph Uhl: Zumeist haben wir schon ein Gefühl, eine Ahnung, was reif wäre für einen solchen Schritt. Im einen Fall ist diese Ahnung schon sehr konkret, im anderen eher diffus. Das Besinnen auf die innere Stimme ist dann häufig sehr hilfreich, um mehr Klarheit zu bekommen. Wir sprachen vorhin über das Fasten. Eine Reihe von Erfahrungen und Studien zeigen den förderlichen Effekt beim Fasten, um zu dieser Klarheit zu kommen. Doch häufig sind schon ein ausführlicher Spaziergang, das Gespräch mit einem guten Freund oder schlicht ein bisschen Mut nützlich. 

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Coaching Berlin ist seit 20 Jahren eine der führenden zertifizierten Adressen in Berlin für modernes Coaching. 
Christoph Uhl, der Kopf von Coaching Berlin, ist Dipl.-Päd., zertifizierter Coach (EASC), Management- und Organisationsberater, Supervisor, Lehrcoach, systemischer Therapeut und Paartherapeut. 

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Christoph Uhl wird PAULINE zukünftig regelmäßig zu (fast) allen wichtigen Fragen des Lebens Antworten geben. Denn schließlich ist ihr Motto: PAULINE weiß, was das Leben schöner macht! 
Wer nicht so lange warten möchte, kann Christoph Uhl direkt kontaktieren.

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