Subtile Spannung …

Die Schuld einer Mutter von Paula Daly

Manhattan Verlag

 

… nicht nur für Mütter,
auch wenn der Titel dies
auf den ersten Blick
vermuten lässt …

Der Nordwesten
Englands gleicht
einer Winterlandschaft,
und die 
Bewohner von
Troutbeck bereiten 
sich
auf Weihnachten vor,
als die
dreizehnjährige
Lucinda Riverty
verschwindet.

 

 

Lisa Kallisto, Leiterin des örtlichen Tierheims und überforderte Ehefrau und Mutter, macht sich Vorwürfe und gibt sich selbst die Schuld daran, denn eigentlich hätte Lucinda nach der Schule zu ihr nach Hause kommen und auch bei ihr übernachten sollen.

Die eigene Tochter Sally ging jedoch wegen einer Magenverstimmung  nicht zum Unterricht, und so geriet diese Verabredung in Vergessenheit.

Noch während die ganze Stadt auf der Suche nach Lucinda ist, verschwindet schon wieder ein junges Mädchen. Jeder Tag ohne Lebenszeichen der Kinder zehrt an den Nerven der betroffenen Familien. 

Die Spannung baut sich auf subtile Weise auf, man ahnt schnell, dass die Lage nicht so vorhersehbar ist, wie sie sich zunächst darstellt. 

Mit diesem Psychothriller, ihrem Erstlingswerk, gelingt es der Autorin sehr gut, die Schuldgefühle der Mutter zu vermitteln und Einblicke in zerrissene Seelen zu geben. Die gutbürgerliche Fassade der Protagonisten gerät erheblich ins Wanken, und insofern bietet dieser Thriller außerdem eine ordentliche Portion Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt. 

Paula Daly
Die Schuld einer Mutter
Manhattan Verlag
352 S., geb., 
Euro D 19.99 | A 20.60 | SFr 28.50 

 

 

 

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